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Sonntag, 15. August 2010

Guestblogger's entry. Silber, Putzen und Erotik.

Neulich in meinem SPAM-Postfach. Im ersten Moment dachte ich, die nachfolgende E-Mail sei vom E-Mail-Provider ganz anständig aussortiert worden, doch dann sah ich, sie kam vom hier schon mehrfach erwähnten guten Freund aus dem europäischen Ausland. Normalerweise schreibt er ein verständliches, wenn auch orthographisch phantasievolles Deutsch. Diese Nachricht aber erhielten wir auf English unter der Überschrift:

"if I had a blog, this would be the first entry"
Da der Herr keinen Blog besitzt, lassen wir die geneigte Leserschaft gerne auf diese Weise an seinen Erfahrungen teilhaben. Wir haben keinerlei geldwerte Gegenleistung für diesen Beitrag erhalten, für inhaltliche Fehler oder abweichende Meinungen übernehmen wir keinerlei Verantwortung.

"I enjoyed some envigorating moments today bringing in to practise the advise of John Hamilton's shopgirl: use Brasso, it removes also the tiny scratches.
Skeptic as I was, being a hagerty user... I gave it a try...
vigorously I started polishing and wow what a surprise.
See the enclosed picture. Tarnishe free has been bet by genuin polishing.
(the advice of the Silver Vaults contact did include not to use brasso for the weekly cleaning!)"
Vielen Dank für diese Information! Beigefügt war dieses Beweisfoto:

Es zeigt sich: auch für Silber gilt, was wir über Kalkflecken im Badezimmer wissen. einfach nur aufsprühen und abwischen allein hilft nüscht. Wenn es wirklich glänzen soll, hilft allein Muskelschmalz... und Putzen ist ja auch sooo romantisch, nicht wahr?





Im weitesten Sinne ein Update von hier: Endlich eine hausfrauliche Göttin - dank gepökelter Limetten!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Wunschzettel

Gut, dass bald Weihnachten ist - diese Puppe möchte sicher jedes kleine Mädchen haben.
Da der Film in den USA PG-13, in Deutschland allerdings erst ab 16 freigegeben ist, sollte man wohl gleich die DVD mit dazu kaufen, damit die lieben Kleinen auch verstehen, womit sie da spielen...

http://www.boingboing.net/2008/12/16/special-barbie-comme.html
http://www.imdb.de/title/tt0056869/
http://www.amazon.de/Die-V%C3%B6gel-Rod-Taylor/dp/B000IU37B6/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=dvd&qid=1229542406&sr=8-3

Dienstag, 14. Oktober 2008

Bücher sind Lebensmittel. Pro Prokrastination.

Letzten Montag ist ja bekanntermaßen das langersehnte und hier schon öfter angekündigte Buch erschienen. Kathrin Passig und Sascha Lobo: "Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin".
Da ich gerade drei bis sieben schwere Bücher, teils in französischer Sprache, allesamt langersehnte Fernleihbestellungen mit einem Gesamtwert von zehn Euro fünfzig aus der Unibibliothek abgeholt hatte, Rückgabe spätestens 30.10., lag es nahe, "Dinge geregelt kriegen..." sofort zu kaufen und zuerst zu lesen.
Gesagt, getan. Obwohl ich ja das Lesen von Sachbüchern eigentlich ablehne und es vorziehe, in meiner Freizeit möglichst effiziente Realitätsflucht zu betreiben, habe ich das Buch ohne Abzusetzen durchgelesen. Einiges Vorwissen hat sich bestätigt, einiges habe ich neu dazugelernt. Beides lässt sich auf wenige Punkte zusammenfassen:

1.) S. 8-287
Passig und Lobo schreiben sehr unterhaltsam, ohne einem das Gefühl zu geben, unfundiert zu sein. Sie haben bloß die Fußnoten ausgegliedert und im Begleit-Blog publiziert. Das macht das Lesen erstmal angenehmer.
(bekanntes Vorwissen, da ich a) das Blog zum Buch b) andere Blogs der beiden schon länger lese)

2.) Teil III: Alltag, S. 133-192; bes. der Forderungskatalog auf S. 186-189, bes. Forderungen 5 und 18
Ich mag einiges Aufschieben in meinem Leben, zum Beispiel und vor allem die Kündigung einer unsäglich nutzlosen Domain bei 1&1, aber offenbar gibt es Abgründe der Prokrastination, dessen dunkelste Tiefen ich nur ahnen kann. Holla die Waldfee, nee: ich kriege eigentlich eine ganze Menge geregelt... Obwohl 1&1 es m. E. in bösartiger Absicht extra schwer bis unmöglich (nicht nur für LOBOs) macht, eine Kündigung durchzukriegen. Mehrere Anläufe sind bisher jeweils nach ungefähr 2/3 des Prozesses gescheitert, ein Prozess, der verlangt, Hotlines anzurufen, zugeschickte Links anzuklicken, Formulare auszufüllen, zu unterschreiben und an eine Faxnummer zu senden, die nicht funktioniert...
(irgendwie ein bisschen bekanntes Vorwissen in beruhigenderweise bestätigt)


3.) Teil IV - Abhilfe. Bes. der Abschnitt "Jetzt helfe ich mir nicht mehr selbst: Outsourcing", S.212-225
Ich werde meinen Freund bitten, sich den gehörnten, dreischwänzigen, schwefelriechenden o. g. Internet-Anbieter vorzuknöpfen. Dafür kündige ich seinen Telefonanschluss (ja, das will er schon länger tun).
(neu gelernt, auch wenn es wie fast alle einfachen Lösungen irgendwie total banal ist.)

4. ) Teil II - Arbeit. Besonders der Abschnitt "Der innere Zwingli: vom Arbeitsethos", S. 57-64
Am schlimmsten ist tatsächlich das schlechte Gewissen und der innere Leistungsdruck. Zwar habe ich nichts übrig für eine Angestellten-Mentalität, bei der man nur Dienst nach Vorschrift macht, und um fünf vor vier den frisch gespitzten Bleistift fallen lässt, aber gut ein Drittel meines Stresses ist in der Tat selbstgemacht. Mein nominell-direkter Chef zumindest macht mir keinen Druck (eher umgekehrt). Mag ein Berufsanfänger-Fehler sein - vielleicht kann man ja da zukünftig etwas gegenbalancieren. Wenn es zum Burn-Out kommen sollte, will ich ihn zumindest nicht selbstverschuldet haben. Sich selber (und die eigene Arbeit) weniger wichtig nehmen - ein Akt von Demut und Bescheidenheit. Hart zu erlernen, auf Dauer sicherlich gesünder für alle.
(leider immer wieder neu, jedesmal, wenn es mir gesagt wird. Hier zumindest amüsant formuliert und ohne Vorwurf, da die Autoren offenbar selbst betroffen sind.)

5. ) Teil IV - Abhilfe. Besonders "Wir müssen nur wollen: Motivation diesseits des Lustprinzips", S. 193-199, und "Aufschubumkehr: Die belebende Kraft der Deadline", S. 236-247
Zwischendeadlines sind gut. Sind für die Diss auch schon eingeführt. Gleichzeitig bricht mir bei Nicht-Einhaltung der aktuellen Deadline (Dezember 08 bzw März 09) auch kein Zacken aus der Krone, die Welt geht nicht unter, und vor allem, bedingt durch den grundsätzlichen Fleiss, mit dem ich eigentlich ganz kontinuierlich an der Arbeit schreibe: es wird nicht besser, wenn ich es übers Knie breche. Der innere Zwang (Zwingli?) nimmt mir den Spaß am Schreiben, den ich eigentlich habe, und verwandelt alles in eine unerträgliche Pflichtübung, eine Fußfessel. Werde also mal versehen, ob ich ohne die selbstangelegte Fessel nicht sogar schneller vorankommen. Möglich wäre es ja. Es spricht einiges dafür.
(fast neu gelernt - die Zwischendeadlines hatte ich mir beispielsweise schon selbst erbeten. Aber die Studien zur geänderten Produktivität in Abhängigkeit von der geforderten Einstellung waren neu, und irgendwie tröstlich.)


http://prokrastination.com/
http://www.amazon.de/gp/product/3871346195?ie=UTF8&tag=riesenmaschin-21&linkCode=as2&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3871346195

Dieser Beitrag ist ganz klar ein Update zu: Fortschritte

Donnerstag, 4. September 2008

Prokrastination. Alles wird gut!

Endlich ist es soweit! Ein Jahr lang heiß ersehnt, am 6. Oktober endlich auf meinem Tisch.
Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin.
Auf dieses Buch habe ich gewartet!
Danke, Frau Passig! Danke, Herr Lobo! Danke, danke, danke!

(Hoffentlich ist es noch nicht zu spät. Die nächste Deadline für meine Diss naht nämlich schon...)

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Putting the Pro in Procrastination. Nachtrag: 9to5


http://prokrastination.com/

Mittwoch, 26. Dezember 2007

1,2,3... Meins!


Wer kommt zum Videogucken vorbei? Alkohol wird in großen Mengen nötig sein... ein B-Movie, das im Alphabet schon eher bei Q firmiert: schön war's damals, im Wohnheim. Danke an den glorreichen Mitbewohner, der uns mit diesem Kleinod bekannt gemacht hat!

Dieser Beitrag bezieht sich auch auf: google fragt: Was essen die Amazoner?

Freitag, 7. Dezember 2007

Bücher sind Lebensmittel. November.

Bei all dem Chaos um verlorene Literatur habe ich ganz vergessen, den Buchkonsum des letzten Monats zu notieren. Mal sehen, ob ich es von hier aus zusammenkriege:
Ein Stapel Reclam-Bücher war dabei, etwas wahllos zusammenbestellt, als ich mal die Sache mit dem Autorenrabatt testen wollte.

Seit ich vor zwei Jahren Finding Neverland im Kino gesehen habe, wollte ich noch einmal Peter Pan von James M. Barrie lesen. Ich erinnerte mich, dass ich das Buch als Teenager gar nicht mochte, mir Peter furchtbar auf den Geist ging, und ich mit Disney's Klassiker generell mehr anfangen konnte. Beim Wiederlesen war dann auch klar, warum: Der Autor begeht den Kardinalfehler aller Kinderbuchautoren - einen Fehler, vor dem Astrid Lindgren ausführlich gewarnt hat - er schreibt nämlich nicht für die Kinder, sondern für die Erwachsenen! Aber wer soll das sein, bei einem so demonstrativ auf Kinder zugeschnittenen Stoff? Die vorlesenden Eltern? Oder doch Leute wie ich, die versuchen ihre Kindheit aufzuarbeiten? Es scheint, als liege der Fehler in der nachträglichen Buchfassung des ursprünglichen Theaterstücks, in dem die ironische Kommentierung des Autors natürlich nicht vorkommt. (Merken: dramatisierte Fassung besorgen!)

Wunderschön gruselig, und sehr sehr zielgruppengerecht, war dafür Roald Dahl's The Witches: Wie ausführlich grausig er die Hexen beschreibt, daran haben Kinder sicher ihre Freude. Erwachsene finden es zu gruselig, wollen es den Kindern als nicht kindgerecht verbieten, und bauen in der Verfilmung ein Happy-End ein, weil sie nicht verstanden haben, dass das Buch schon ein Happy-End hat.
Apuleius und Das Märchen von Amor und Psyche wollte ich schon lange mal lesen - ist ja irgendwie schon fast Sekundärliteratur. (Bild links: Bouguereau)
Richtige Sekundärliteratur ist natürlich Nikolaus Pevsner's Wegbereiter moderner Formgebung von Morris bis Gropius. Ich habe zwar eine andere Ausgabe, aber beim Lesen entdeckt, dass ich es offenbar doch schon mal gelesen und danach selbiges völlig verdrängt habe. Sicher immer noch ein Standardtext, auch wenn der "Neue Stil" inzwischen als Klassische Moderne schon gar nicht mehr so neu ist, und seine Bewertung als quasi-Endpunkt architektonisch-gestalterischer Entwicklungsgeschichte vielleicht sogar etwas hinterfragt wird.


Terry Pratchett's Making Money kommt leider erst im Juni als Paperback, und aus lauter Frust darüber habe ich mich mal wieder den Anfängen von Pratchett's Scheibenwelt gewidmet: Rincewind in The Colour of Magic, The Light Fantastic und Eric. Ich habe zwar die meisten der inzwischen 30+ Scheibenwelt-Romane mehrfach gelesen, aber merkwürdigerweise eben gerade die ersten nicht. Es war ein seltsames Gefühl, die inzwischen so vertraute Welt noch mal sozusagen mit den Eierschalen dran wiederzusehen - so viel würde sich noch entwickeln und ändern. Pratchett hat selbst einmal gesagt, seit der die Scheibe kartographiert hat, sei alles einfacher geworden: you can stick to the facts! Hier merkt man, dass es diese Fakten anfangs eben noch nicht gab. Leider hat er auf einer Lesung (hier) verkündet, dass nach Hogfather jetzt auch CoM und LF verfilmt werden sollen. Tu's nicht, möchte man rufen, aber auf mich hört ja keiner... Immerhin sind die neuen Cover von Corgi Adult endlich so gestaltet, dass man das Buch auch in der U-Bahn lesen kann - noch besser als die von Harper. Die ursprünglichen Corgi-Editionen haben zwar irgendwie schon Kultstatus, schrecken aber meines Erachtens immer noch Leute vom Kauf ab, die sonst bestimmt Spaß an der Lektüre hätten. Thou shalt not judge a book by its cover sagt sich eben leichter als es sich umsetzen läßt...

Last but not least wurde es mal wieder Zeit, den besten Trost- und Ratgeber in persönlichen (akademischen) Krisenzeiten zu lesen, den ich für mich bisher gefunden habe: Dorothy L. Sayers Gaudy Night. Zugegebenermaßen nicht ihr bester Krimi, aber dafür ihr unschlagbar bester Roman, ungemein weltklug, und in seinen Aussagen über Frauenstudium, Ethik in den Wissenschaften, Karrierefindung und den Schwierigkeiten, persönliches Glück zu akzeptieren nach jedem Lesen für mich aktueller als zuvor. Obwohl ich glaube, dass meinereins sich heutzutage nicht mehr ganz so krass entscheiden muss zwischen entweder Universität/Karierre oder Familie... hoffe ich.

Foto via beyondrivalry.

Dieser Beitrag gehört in eine Reihe mit Bücher sind Lebensmittel. Oktober.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Geschenke zu verschenken!

Ich hab's versprochen, und Versprechen muss man halten. Also: Ich war zufällig die zweite von insgesamt drei möglichen Personen , die von BerlinReified ein selbstgemachtes Geschenk bekommen wollte. Das heißt, innerhalb von 365 Tagen werde ich von einer mir bis dato vollkommen unbekannten Berliner Bloggerin beschenkt werden - vorausgesetzt, ich mache das gleiche Angebot an meine LeserInnen. Daher, liebe alle: wenn Ihr innert eines Jahres ein Geschenk von mir haben möchtet, persönlich oder postalisch zu übermitteln und ansonsten noch nicht genauer definiert (obwohl: irgendwie verschenke ich ja immer Bücher. Oder Essen. Oder...) -- und wenn Ihr bereit seid, das gleiche Angebot auch zu machen! -- dann meldet Euch hier via Kommentar. Die ersten drei Interessenten gewinnen!
Und dann werden wir mal sehen, was es so gibt - das Internet bietet ja allerlei Hilfsmittel etwas passendes zu finden...

Montag, 3. Dezember 2007

Adventszeit. Weihnachtszeit. Teezeit.

Am Donnerstag morgen musste ich einsehen, dass nicht alles wieder gut ist, wenn ich erstmal eine Nacht darüber geschlafen hätte. Okay, die Kopfschmerzen waren weg, aber mein Laptop und die darauf befindlichen Daten von drei Jahren Arbeit eben auch. Immer noch! Trotz zwei Gläsern Wein und zwölf Stunden Schlaf!
Also tat ich, was zu diesem Zeitpunkt in meiner Macht stand, um damit umzugehen: ich weigerte mich, der Welt ins Auge zu sehen, und drehte mich stattdessen zum wiederholten Male zur Wand, zog mir die Decke über den Kopf, und ignorierte Die-Dinge-Die-Zu-Tun-Sind. (Versicherungen etc.)
Da klingelte es an der Tür.
In Berlin bedeutet das in der Regel, dass irgendjemand dir ein paar unnütze Werbezettel in den Postkasten stopfen will, und wird daher alsbald von jedem Neuzugezogenen ignoriert.
Es klingelte wieder.
Hrmpf.
Aber man kann ja mal sehen, was die Frühstücksfront so zu bieten hat. Kurz vor elf - Frühstück im Bett klang verlockend. (Ich war ja noch in Trauer...)
Es klingelte und klopfte an die Tür. Es war die Post, mit einem Päckchen, dass sich beim Öffnen als verdächtig weihnachtlich entpuppte. Lamettafäden waren ein Hinweis. Vor allem aber kleine eingewickelte Päckchen. Und drin war ein wunderbarer Tee-Advents-Kalender - 24 unterschiedliche Teebeutel für entspannte fünf Minuten Auszeit pro Tag!
Ich habe die besten Freunde der Welt!
Hier also Samstag, 1. Dezember: Early Morning Tea. Sonntag, 2. Dezember: Grüner Tee mit Zitronengrass.
Montag, 3. Dezember: Früchtetraum.
Bin schon gespannt auf morgen. :-)


Dieser Artikel enthält eine Referenz zu: Warum Datensicherung so enorm wichtig ist.

Freitag, 2. November 2007

Noch 59 Tage bis zum Ende meines Stipendiums.





"AT DESPAIR, INC., we believe motivational products create unrealistic expectations, raising hopes only to dash them. That's why we created our soul-crushingly depressing Demotivators® designs, so you can skip the delusions that motivational products induce and head straight for the disappointments that follow!"



"In these irrationally exuberant times, it's getting harder and harder for the self-respecting pessimist to stay unhappy. So pervasive is the hope, so overwhelming the positivity, that without the firmest grip on your sullen perspective, you might actually lose it. Then one day, you wake up looking at the bright side, whistling some inane showtune, and generally annoying everyone around you. "

Great minds think alike - Ich hätte nie gedacht, dass es da draußen Menschen gibt, die mich so komplett und vollständig verstehen...

Dieser Eintrag ist ein Update von: Putting the Pro in Procrastination. Nachtrag: 9to5...

Freitag, 14. September 2007

Ein Leben ohne Mops ist möglich - aber sinnlos.





Das hat angeblich Loriot gesagt. Und der muss es wissen, handelt doch seine (Auto-)Biographie von ihnen!

Und diese drei

kann ich mir (noch) nicht leisten (und schon gar nicht das Haus mit Garten Park das man braucht, damit die Tiere glücklich sind).


Bis dahin bleibt mir die Freude an diesem kleinen Mops.






















http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kritik/574710/
http://de.wikipedia.org/wiki/Mops_(Hund)
http://de.wikipedia.org/wiki/Irischer_Wolfshund

Dienstag, 10. Juli 2007

200 m Paradies


Manchmal, wenn ich so über den Ernst-Reuter-Platz blicke, fühle ich mich etwas abseits von richtigen städtischen Leben. Das heisst, von dem Teil Berlins, den alle Welt dafür hält: Straßenleben, kleine feine Geschäfte, spannende Schaufenster zum Bummeln...

Und dann biege ich von der Hardenbergstraße ab in die Knesebeckstraße, und bis ich an der Goethestraße angekommen bin habe ich bereits 200 m Paradies hinter mir. Was könnte ich sonst noch wollen? Um nur eine kleine Auswahl vorzustellen:

Das Kaufhaus Manufaktum, genau wie seine Feinkostabteilung Brot und Butter, mag überteuert sein - die Qualität der Lebensmittel ist fantastisch, und das Angebot besteht aus einer faszinierenden Mischung aus Technik-Museum und Design-Shop.

Die Buchhandlung Lehmann's hatte ich anderswo schon hoch gelobt für ihr fachkundiges Personal und zahlreiche Lesungen interessanter Autoren.

Ein paar Häuser weiter überquert man die Straße für einen Delikatessenladen der besonderen Art: Philomenis ist spezialisiert auf Nusskerne und Trockenobst, und allerlei selbstgemachte Schweinereien Leckereien der besonderen Art - der Preis lohnt sich.

Wiederum schräg gegenüber ist die Buchhandlung Knesebeck 11, ein fantastischer Laden, der alle Klassiker führt und ein modernes Antiquariat hat, vor dem der Büchernarr sich hüten muss - hier wird man immer fündig.
Gleich um die Ecke ist die Swingdiele, eines der ersten Nichtrauchercafés der Stadt. Klein aber fein, mit fantastischem Kuchen und viel Liebe zum Detail hebt sich dieses Schmuckstück wohltuend ab von dem Einheitsbrei der umliegenden großen Ketten (Starbucks, 2 Balzac, Caras...).
Wenn man allerdings links abbiegt, muss man sich hüten: denn an der kleinen Confiserie Melanie kommt kein Schokoholiker vorbei! Hmmm, diese Auswahl selbstgemachter Pralinen... Ingwer Marzipan! Büffelmilch! Zimt, Senf, Knoblauch ... lasst uns davon schweigen, und sie lieber genießen!
Den Express-Inder, den Gorilla-Imbiss und den Seifenladen habe ich jetzt ebensowenig erwähnt wie Philographos Schreibwaren und diverse Copyshops. Gar nichst so schlecht hier um die Ecke...

Donnerstag, 5. Juli 2007

iPhone. rPhone.

Während die Neue Welt schon das iPhone feiert, müssen wir Europäer noch bis November darauf warten. Glücklicherweise gibt es für uns hier in der Alten Welt eine echte Alternative dazu: das rPhone !


Ich zitiere den Hersteller:

"rPhone combines three delightfully diverse products into one awkward and cumbersome handheld contraption -- a revolutionary steam-powered satellite phone, a stylish French musicbox, and a vibrasonic multi-purpose tool that is almost, but not quite, entirely unlike a Sonic Screwdriver. rPhone is the first portable telephone constructed of materials you've come to associate with progressive technology... from its exquisite rosewood paneling to the handsome brass frame, it shouts "This is the 18th century!" and "Gee, this thing sure is heavy!" and "What do you mean it costs $20,000??"
Offenbar handelt es sich um die neueste, super-miniaturisierte Dampftechnlogie, mit bis zu zwölf (!) verschiedenen Klingelton-Zylindern! ein must-have der modernen Kommunikationstechnik!

Wäre das nicht was für Euch, liebe Farmer? Ihr könntet Euer Angebot wunderbar erweitern:

Zum Beispiel Computer...




...natürlich inclusive Flachbettscanner...



...auch auch als Laptop...



...oder auch einfach nur ein CD-Player!





Und alles ohne diese fürchterlich umweltschädliche und keineswegs ästhetische Plastik! Vielmehr "industriell und doch verklärt; nostalgisch und doch Science Fiction; schön aber nutzlos. " (Spiegel Online) Herrlich!

http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_iPhone
http://www.iphoneinfo.de/


http://www.piratepalooza.com/rphone/?p=0
http://www.flickr.com/photos/drewprops/sets/72157600286641701/
http://www.brassgoggles.co.uk/brassgoggles/

http://datamancer.net/
http://steampunkworkshop.com/
http://steampunkmagazine.com/

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,491918,00.html

Montag, 23. April 2007

Schweinehunde. Schneewittchen

Über's Wochenende war ich in Hamburg. Shoppen. Weil doch jetzt der Sommer kommt.

Leider musste ich feststellen, mit meiner Bikini-Figur ist es noch nicht so richtig weit.

Wie viele Menschen leide ich nämlich unter einer weit verbreiteten Wohlstandskrankheit, der Akrasia. Besser bekannt unter ihrem poetischeren deutschen Namen ist sie zwar leicht zu diagnostizieren, doch nur schwer zu bekämpfen. Die Schulmedizin hat zumindest noch kein Mittel entdeckt. Kein Wunder, dass immer mehr alternative Methoden auf den Markt kommen. In einem kleinen Laden in Eimsbüttel zum Beispiel fand ich folgende Aufkleber für den Kühlschrank:




Und wenn das nicht hilft:



Ok. Vielleicht etwas drastisch, aber leider hat mein Kühlschrank keine Magnet-Tür.

Und irgendwie ist ER ja auch ganz süß... und soo pflegeleicht! Und man soll seine Haustiere doch nicht einfach aussetzen, wenn sie, drei bis vier Monate nach Weihnachten, dann etwas größer geworden sind...
[http://tinyurl.com/2e9are]
Deshalb war ich dankbar, dass die Firma stickyjam.de nicht nur Beschimpfungen anbietet, sondern der vom mißglückten Bikini-shoppen geknickten Seele auch nette Dinge zu sagen hat. Daher habe ich einen Aufkleber für meinen Spiegel erworben, der mir ein hübsches Kompliment macht. Irgendeiner muss es ja tun. Außerdem erinnerte mich der Aufkleber an den großartigen Spiegel einer Freundin, der vollständig mit Text beschriftet ist. Es startet oben links mit: "Wow! Siehst du aber heute toll aus!" und hört unten rechts auf mit "Wenn du dein Haar schüttelst, leuchtet es wie Gold - und dein Lächeln ist zauberhaft!" Ich habe sie immer darum beneidet.
Nun besitze ich immerhin die Sparversion. Ich kann es nur empfehlen...


Montag, 12. März 2007

Frühling...

... wie herrlich! Draußen ist es warm und sonnig, und statt am Rechner zu hocken und zu bloggen habe ich das Wochenende möglichst viel draußen vor der Tür verbracht. Also, verhältnismäßig. Aber immerhin.
Und heute war dann eine klitzekleine Frühjahrs-shopping-Attacke nötig (ich hatte einfach nichts mehr im Schrank. Ehrlich! und es war wirklich alles runtergesetzt! Und einen Haarschnitt habe ich seit Dezember 2005 nicht mehr gehabt...)
Aber jetzt bin ich bereit. Wie stets in dieser Jahreszeit überlasse ich das Wort Frau Kempner, denn schöner und treffender kann man es kaum sagen...
Wenn der holde Frühling lenzt
Und man sich mit Veilchen kränzt
Wenn man sich mit frischem Mut
Schnittlauch in das Rührei tut
kreisen durch des Menschen Säfte
Neue ungeahnte Kräfte
Jegliche Verstopfung weicht
Alle Herzen werden leicht
Und das meine fragt sich still:
"Ob mich wohl dies Jahr einer will?"

Freitag, 23. Februar 2007

Wirtschaft und Alkohol

Mein Freund der Gesundheitsökonom schickte mir gestern folgenden Artikel (kann/soll man hier erwerben):


Demnach haben amerikanische Wissenschaftler* herausgefunden, dass Jugendliche , die regelmäßig Alkohol trinken, später mehr Geld verdienen als brave Brausetrinker - allerdings gelte das nur für Männer. Denn natürlich sei es nicht der Genuss oder gar die Wirkung von gesellschaftlich akzeptierten n-Alkanolen auf Körper und Geist der Knaben, sondern die eingeübten Techniken des "male bonding", die sich positiv auf spätere Geschäftskontakte auswirkten - auch nachzulesen bei Schivelbusch, hier:



Aber die Verbindung von Wirtschaft und Ökonomie geht ja noch viel weiter! Nicht nur beim Netzwerken, nein, auch beim Verkauf direkt, hier im konkreten Beispiel Einzelhandel, soll der Alkohol dem Unternehmer nützen. So schildern es zumindest unsere Freunde vom cfc, ausführlich nachzulesen hier, ich zitiere die Frage 7:

7.) Auf welche Methoden setzen Sie bei der Kundenbindung?"

Antwort: "Freundlichkeit, Service, Qualität, ­ Alkohol"


Von wegen, Servicewüste Deutschland! Das klingt doch ganz fantastisch! Allerdings reicht dann der Online-Shop nicht aus, denn, so heißt es auch:

"E-Commerce ist leider zu unpersönlich und nicht haptisch genug -­ eben kein nettes Kunden-Gespräch mit einem Glas Gin-Tonic in der Hand. Probleme die sich leider nicht lösen lassen"

Ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Fragt sich nur, lieber Christoph: braucht es wirklich Schnapps, um Männer zum Kauf englischer Gummistiefel zu bewegen? Ich zumindest habe bei Euch noch keinen G&T angeboten bekommen...

Montag, 12. Februar 2007

Gummistiefeleien

New York, und das heißt natürlich Manhattan, ist wohl die kosmopolitischte der westlichen Metropolen. Der Mythos dieser Insel überlebt merkwürdigerweise jegliche Realitätskontrolle, ja scheint durch die persönliche Begegnung mit der Stadt sogar bestärkt zu werden. Im Herbst (2006) verbrachte ich drei Monate in New York, eine Zeit, die von aufregenden, anregenden und immer wieder überraschenden Erfahrungen geprägt war.Wieso bloß gilt diese Stadt als Inbegriff der Modernen Großstadt? Jede U-Bahn-Fahrt ist eine Zeitreise in die späten Siebziger. Mit dem Komfort von modernem ÖPNV hat das jedenfalls nichts zu tun. Das Verkehrschaos - selbst zur Rush-hour - hatte ich mir auch schlimmer vorgestellt. Wahrscheinlich sind die meisten US-Amerikaner noch nie in Paris, London oder Rom gewesen, von asiatischen Mega-Städten ganz zu schweigen. Jedenfalls bin ich noch nie in einer Metropole so sorglos bei Rot über die Ampel gegangen wie in Manhattan.Und merkwürdigerweise hatte ich auch noch nie so häufig in einer Stadt nasse Füße. Offenbar läßt das Kanalsystem stark zu wünschen übrig. Da letzteres aber für seine labyrinthischen Ausmaße bekannt und wohl kaum zu verbessern ist, bleibt dem Neu-New Yorker nur eins: Gummistiefel!
(Überhaupt müssen viel mehr Gummistiefel gekauft werden. Zum Beispiel diese zum Beispiel hier oder hier .)