Dienstag, 29. Juni 2010
Lauter gute Vorsätze.
Wie es mir damit beim letzten Mal ergangen ist, lasen Sie hier.
Weil das aber schon wieder ein halbes Jahr her ist, und der Mensch an sich, entgegen aller Gerüchte, nur wenig lernfähig, habe ich letzte Woche allerlei neue Vorsätze gefasst. Schon um mal zu gucken, wie's denn so um die alten steht...
1. Vorsatz: öfter mal früher aufstehen als sonst.
Letzte Woche hatte ich damit schon ziemlich viel Erfolg im Büro, weil es bedeutet, dass man endlich mal in Ruhe arbeiten kann, wenn keiner weiß, dass man überhaupt da ist. Kann in bestimmten Situationen nützlich sein.
Bis zum "morgen gehe ich ganz früh joggen" reicht es aber nach wie vor nicht. Das klingt immer nur abends gut.
2. Vorsatz: Diss fertig schreiben.
jaja. Dazu gibt's ja nun schon viele Posts. Leider habe ich mir einen "Nebenjob" als Eventmanagerin aufschwatzen lassen, und bis das Event vorbei ist... ich bin aber fleißig. Wirklich! Zur Zeit lese ich viel über die industrielle Revolution in Ostpreußen nach dem Bau der kgl. preußischen Ostbahn.
Ok. Ich suche die Literatur dazu, aber dann lese ich sie auch! Ehrlich!
3. Nur noch weiße Oberteile kaufen
Mit weißen Blusen, T-Shirts, Polos ist man immer nett und adrett angezogen. Es passt zu allem, die Auswahl fällt leicht(er), und die Waschmaschine wird öfter mal voll. Ein sehr guter Plan, mal sehen, wie lange ich das durchhalte.
4. Mehr auf die Gesundheit achten...
Stress abbauen, aber nicht übers Essen. Schwierig, wenn man gerade viel Streß hat. Zum Glück gibt es im Sommer so viel Obst und Gemüse. Und vielleicht sollte man doch mal einen richtigen Sport machen? Kann man ja auch abends joggen gehen... aber dazu müsste man
5. ein ordentliches Zeitmanagement einführen
Hier wirds langsam offensichtlich unrealistisch. Allerdings betrifft es die Punkte 1, 2 und 4. Sind die jetzt auch unrrealistisch? Menno. So wird das nix.
Immerhin klingt es wie ein Freischein zum Shoppen. Solange ich mich an weiße Oberteile halte...
Dieser Beitrag beziehts sich zum Teil auf Das geht noch was. Das kann noch besser werden!
Samstag, 8. Mai 2010
Hebammen vom Aussterben bedroht? Online-Petition
Nein, ich bin nicht schwanger. Ich habe aber durchaus noch die Option, irgendwann einmal Kinder zu bekommen, und wenn es so weit sein sollte, möchte ich auswählen können, ob ich mich im Krankenhaus abfertigen lasse, oder eine Hebamme zu Rate ziehe.
Ich kann nicht beurteilen, ob eine Geburt im Kreißsaal des städtischen Krankenhauses mich automatisch zur verängstigten Risikopatientin machen würde, wie im Rundschreiben angedeutet. Diejenigen meiner Freundinnen, die eine solche (heute ja ganz "normale") Geburt hinter sich haben, scheinen ganz zufriedene, ausgeglichene Mütter zu sein.
Aber wenn ich die folgenden Informationen richtig verstanden habe, soll mir die Wahlmöglichkeit, eine Hebamme hinzuzuziehen, falls ich das möchte, genommen werden
nd einer der ältesten (und sicher einer der schönsten) Berufe wäre zumindest bedroht.
Deshalb habe ich die Online-Petition gezeichnet:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11400
Hier erklärt der Hebammen-Verband genau, wie es geht:
http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1342#c2274
Und hier der ausführliche Erklärungstext, den ich heute per E-Mail/Rund-Mail erhalten habe. Bitte sagt es allen weiter. Und wenn Ihr auch möchtet, dass zukünftige Generationen von Müttern noch frei wählen können, ob sie von einer Hebamme betreut werden möchten oder nicht - bitte unterschreibt! Die Petition läuft noch bis 17. Juni. Danke!
Text der Rundmail (Hervorhebungen von mir):
Will Deutschland eine Geburtshilfe ohne Hebammen???
Durch erhöhte Beiträge zur Haftpflichtversicherung der Hebammen wird Frauen die Möglichkeit genommen den Geburtsort ihres Kindes frei zu wählen oder sich für individuelle Hebammenunterstützung während der Geburt zu entscheiden!
Geburtshaus-, Hausgeburtshebammen wie auch Hebammen und GynäkologInnen, die Belegbetten in Geburtskliniken haben, sie alle sind in ihrer beruflichen Existenz gefährdet und können unter diesen neuen Vorrausetzungen Geburtshilfe nicht weiter anbieten.
Die Politik muss dringend tätig werden! Es gibt kaum Versicherer, die noch bereit sind, für Geburtshilfe zu haften. Unsere Berufsgruppe ist mit 4.500 freiberuflichen Hebammen zu klein, um weiter die Haftpflichtabsicherung für ca. 160.000 Geburten zu leisten. Das entspricht einem Viertel der Gesamtgeburtenzahl Deutschlands. Daher brauchen wir Ihre Unterstützung.
Seit 5. Mai läuft die Zeichnungsphase der E-Petition des DHV an den Deutschen Bundestag. Sie wird online unterzeichnet:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11400
Eine Anleitung zum Zeichnen der E-Petition finden Sie hier:
http://www.hebammenverband.de/index.php?id=1342#c2274
Die Situation der Beleg-, Geburtshaus-, und Hausgeburtshebammen:
Seit 2008 wurden die Versicherungsprämien bereits um 80% auf 2.400,- EUR jährlich angehoben. Zum 01.07.2010 steht eine weitere massive Prämienerhöhung bis zu 4.600,- EUR an. Dem gegenüber steht das zu versteuernde Durchschnittseinkommen der geburtshilflich, in Vollzeit tätigen Hebamme bei ca. 1.180,- EUR monatlich, was einem Stundenlohn von 7,50 EUR entspricht.
All diese Hebammen leisten 7 Tage pro Woche eine 24h Rufbereitschaft, für die es in der Gebührenordnung noch nicht mal eine Abrechnungsziffer gibt!!! Diese Kosten werden von den betreuten Frauen selbst getragen (umgerechnet 8,50 EUR/Tag).
Seit einigen Jahren ist in der Geburtshilfe ein anhaltender Trend zur Zentralisierung zu beobachten. Unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit werden kleinere Abteilungen geschlossen, zusammen gelegt, privatisiert oder ins Belegsystem umgestellt, um Personalkosten einzusparen. Jetzt werden sogar weitere kleine Belegabteilungen zusätzlich wegen der zu hohen Versicherungskosten der Hebammen und Ärzte schließen.
Besonders die Schwangeren auf dem Land leiden darunter, denn sie müssen weite Wege fahren, und bringen ggf. ihre Kinder im Auto auf die Welt, da es keine Hausgeburtshebammen mehr geben wird, die ihnen bei der Geburt in den eigenen vier Wänden zur Seite stehen könnten.
Die außerklinische Geburt stellt gerade heute, bei eklatanter Personalunterbesetzung in den Kreißsälen, dem Trend zu großen anonymen Perinatalzentren mit eingriffsreicher Massenabfertigung, einer Kaiserschnittrate über 30%, Tendenz steigend, eine wahrhaft sichere Alternative dar, belegt auch eine umfassende Studie aus dem Jahr 2009, veröffentlicht im deutschen Ärzteblatt:
Deutsches Ärzteblatt: Geplante Hausgeburt so sicher wie Entbindung in der Klinik (Studienergebnis 2009)
Die obige Studie zeigt eindrücklich, dass Technik niemals menschliche Zuwendung ersetzen kann.
Hebammengeleitete Geburtshilfe ist sicher, interventionsärmer und kostengünstiger!!!
Wir wollen Frauen in dem verwundbarsten und wunderbarsten Augenblick ihres Lebens kompetent, liebevoll und geduldig begleiten. Die professionelle Unterstützung durch Hebammenarbeit bewirkt nennenswerte Unterschiede, in dem sie Frauen mehr Sicherheit und Selbstvertrauen in ihre eigene Kraft vermittelt und vielen kleinen Erdenbürgern so einen gesunden, komplikationsarmen Start ins neue Leben ermöglicht.
Frauen, die sich für eine eigene Hebamme zur persönlichen Geburtsbegleitung entschieden haben (ob im Krankenhaus, Geburtshaus oder zur Hausgeburt), erleben die geringste Rate an Komplikationen während der Geburt. 92,8% der Schwangeren, die sich für eine außerklinische Geburt entschieden haben, gebären ihre Kinder auch wirklich natürlich und nur 2,5% aus diesem Klientel bekommen eine Saugglocke und nur 4,7% einen Kaiserschnitt! www.quag.de
Demgegenüber liegt die allgemeine Kaiserschnittrate in Deutschland über 30%, im Saarland bereits über 40%, Tendenz steigend und vor 15 Jahren noch bei 18%! Dies hat NICHTS mehr mit Entscheidungen zum Wohle von Mutter und Kind zu tun, sondern mit unnötigen pathologieschaffenden Manipulationen, haftungsrechtlichen und finanziellen Gründen!
Die daraus resultierenden Folgekosten werden die Allgemeinheit in Zukunft noch mit horrenden Summen belasten. Wir fordern den Staat auf, in eine menschliche, zugewandte und kostengünstige Geburtshilfe zu investieren, die unterstützt, dass Frauen wieder in die natürlichste Sache der Welt, ein Kind zu gebären, vertrauen lernen. Hebammen unterstützen Frauen, ihre Reise durch die Schwangerschaft mit gesundem Optimismus anzugehen, statt der heute größtenteils üblichen Pauschalbehandlungen in Schwangerschaft und Geburt, die am Ende verängstigte Risikopatientinnen hinterlassen.
In diesem Jahr wird sich entscheiden, ob Frauen auch in Zukunft noch die Wahl haben, Geburtsort und Begleitung für sich optimal auszuwählen oder ob sie in einem der wichtigsten Momente ihres Lebens allein gelassen und Opfer einer hochtechnisierten, interventionsreichen, anonymen Geburtshilfe werden.
Das Recht der Frauen auf persönliche Unterstützung bei der Geburt darf nicht weiter ausgehöhlt werden. Einsparungen im Gesundheitswesen dürfen nicht dazu führen, dass Frauen finanziell belastet, während der Geburt über lange Zeiträume allein gelassen werden und Hebammen die Berufsausübung unmöglich gemacht wird.
Auch wenn wir Hebammen zahlenmäßig nur eine kleine Berufsgruppe in diesem Land sind, ist unsere Arbeit extrem wichtig, denn sie spiegelt wieder, ob es in dieser Gesellschaft noch Platz für ethische Werte wie Menschlichkeit, Mitgefühl, Geduld und Liebe gibt.
Lisa von Reiche, Nitya Runte, Ulla Cremer, Sonja Langner,
Jana Langensiepen, Linda Franke, Ulrike Pauls, Verena Zuszek"
Dienstag, 2. März 2010
Vom Kochen, Essen und Fernsehen.
Stellt sich heraus, die meisten Rezepte oder Zutaten waren gar nicht sooo exotisch. Die Zubereitung und die Portionsgrößen (braten Sie einen halben Ochsen) kann man scheinbar mit erstaunlicher Leichtigkeit nebenher bewältigen (rühren Sie das um, noch bevor Sie den Mantel ausgezogen haben) und alles zusammen passte nicht zu dem Foto der unglaublich schönen, sehr schlanken Köchin/Autorin.
Ich spreche natürlich von Nigella Lawson's Klassiker "How to Eat".
Die Kernaussage dieses fantastischen Buches, und die Erklärung für den Titel, ist folgende: zu wenige Menschen heute können kochen, und zwar, weil sie nicht mehr lernen, wie man "normal" zu Hause "normale" Mahlzeiten zu sich nimmt. Unabhängig davon, welche Mahlzeiten das wären (Spaghetti oder Curry, "meat and two veg" oder Reis mit 8 Köstlichkeiten) - zu viele Menschen lernen das Essen in Restaurants.
Und dann gehen sie (vielleicht) nach Hause, und versuchen diese Köstlichkeiten dort im Alltag nachzukochen.
Ich weiss, dass das stimmt, denn ich habe einen sehr engen Freund, der von sich selbst genau das sagt: er könne (und kann wirklich!) sehr gut kochen, solange er ein genaues Rezept habe und ein bestimmtes Gericht kochen wolle. Was er nicht könne, und worum er mich beneide, sei die Fähigkeit, Essen zu machen.
Damit meint er: den Kühlschrank aufmachen und mit dem Vorhandenen (besser noch: mit Resten) Mahlzeiten zu produzieren. Oder über den Markt zu gehen und sich von den Lebensmitteln inspirieren zu lassen... bis zu einem gewissen Grad kann ich das tatsächlich - genau so habe ich es zu Hause von meiner Mutter gelernt.
Der Nachteil liegt meiner Meinung nach auf der Hand: keins meiner Gerichte schmeckt zweimal gleich (weil man ja immer irgendwas durch irgendwas anderes ersetzt), und ich kann keinem Rezept folgen, weshalb ich wiederum besagten Freund beneide.
Und genau hier liegt Nigella's Diagnose zum miserablen Zustand der (englischen) Küche: die Leute können, so glaubt sie, nicht mehr normal essen, weil sie es so selten tun.
Mal abgesehen davon, dass England eigentlich nicht berühmt ist für seine Küche, so ist es doch in den letzten Jahren sehr bekannt für seine Köche. Am erfolgreichsten ist sicherlich Jamie Oliver, und interessanterweise vertritt er einen ganz ähnlichen Standpunkt - oder wie sonst erklärt man sich seine Kampagnen, Leute zu einer gesünderen, frischeren Ernährung zu erziehen? (z. B. "Ministry of Food"/Jamies Kochschule)
Ich bewundere Jamie Oliver dafür, dass er von Anfang an seine Popularität genutzt hat, um soziale Projekte anzustoßen. Natürlich ist er ein Geschäftsmann, der an Büchern, Fernsehshows, Restaurants und Küchen-Schnickschnack verdient - das ist ok, das ist sein Job, und weiß Gott! das Durchschnittseinkommen von Köchen ist viel zu niedrig! Aber zugleich bildet er Jugendliche aus, die sonst keine Chance hätten, und gibt Ihnen Arbeit und eine Perspektive; er arbeitet gegen Massentierhaltung (ich sag nur: Jamies Hühnerhölle!) und er arbeitet für eine Verbesserung der täglichen Ernährung der Bevölkerung - in Großbritannien, und jetzt auch in den USA.
Dafür hat er jetzt den TED Prize bekommen (Analyse: hier) und bei der Preisverleihung eine flammende Rede gehalten.
Die drei Haupttodesursachen in den USA seien nicht Gewalt, Drogen oder Mord, sondern Herzkrankheiten, Krebs, Schlaganfall, mit Diabetes auf Platz 6 (Video Min. 2.21)- also vor allem ernährungsbedingte Krankheiten, die den Steuerzahler und das Gesundheitssystem ein Vermögen kosten. Wenn er nun ein Arzt wäre, so Jamie, der ein Mittel gegen Krebs oder AIDS gefunden hätte - die Leute würden ihm die Tür einrennen. Aber er ist nur ein Koch, und obwohl eine gesündere Ernährung kein Hexenwerk wäre, trifft er (überall) auf erbitterten Widerstand (Ausschnitte aus seinen Fernsehsendungen belegen das).
(Das ist natürlich ein soziales Problem: traditionell konnten sich nur reiche Leute/Oberschicht ungesundes Essen wie Weißbrot oder Zucker leisten. Heute ist es eher umgekehrt, aber an dem mühsam erarbeiteten Recht, sich ungesund zu ernähren, hält man erbittert fest. Class ist neben race und gender eben doch noch eine wichtige analytische Kategorie, auch wenn wir Nach-68er dazu erzogen wurden, die Existenz verschiedener "Klassen" oder "Schichten" zu ignorieren oder gar zu leugnen... Aber was sonst ist denn die Polemik gegen Hartz IV und Langzeitarbeitslose, Banker/Unternehmer und "die da oben", "Bürger/Kinder mit Migrationshintergrund" und "bildungsnahe Haushalte" anderes als eine Fortsetzung der Diskussion mit anderen Begriffen - nur schwieriger, weil man das Vokabular nicht nutzen darf/will? Aber das ist eine andere Debatte, für einen anderen Blogpost.)
Das ist überraschend, denn es sind nicht die Lebensmittelproduzenten, es sind die Verbraucher selbst die darauf bestehen, dass Pizza zum Frühstück gut für die Kinder sei. Die Kinder selbst können nicht einmal Tomaten von Kartoffeln unterscheiden...
Na, seht selbst (Achtung: lang!)
Ich will glauben, das seien Extrembeispiele aus dem Ausland, und in Deutschland sei das alles besser. Aber auch in Deutschland glauben Kinder, braune Kühe geben Kakao, und können mit verbundenen Augen Äpfel nicht von Birnen unterschmecken. Und das europäische Projekt "kostenloses Schulobst" ist grandios gescheitert.
In meinem Freundeskreis sind viele Leute, die nicht kochen können, oder selbst sehr einfache Gerichte (allerlei Nudelgerichte) nur mit Hilfe von Tüten und Dosen und Anleitungen aus dem Internet fertigstellen können. Es interessiert sie aber auch gar nicht. Sie schmecken nicht die Unterschiede zwischen Ei und Bio-Ei, Treibhaustomate und sonnengereifter Tomate, Chicken-Nuggets und Hühnerbein. Sie schmecken den Unterschied nicht, und im Zweifel ziehen sie den erlernten Geschmack von Dosenananas oder die gewohnten Farbstoffe im Erdbeereis vor.
Das Fernsehen sendet täglich Kochsendungen, aber das sind alles Gourmetgerichte von Sterneköchen (oder entsprechend ambitionierten Hobbyköchen), kein alltägliches Essen.
Es geht nie darum, mit einem knappen Budget eine Familie gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Dabei ist das viel schwieriger. Denn obwohl die Lebensmittelpreise in Deutschland die niedrigsten in Europa sind (wohlgemerkt: auch die Qualität ist oft miserabel, aber das interessiert kaum), ist es viel teuerer, sich gesund (= frisches Gemüse, abwechslungsreich zubereitet, saisonal, non-processed) zu ernähren. Zumal wenn man nicht kochen kann. (Wenn man es kann, und wenn man viel Zeit hat,und in großen Portionen arbeitet, ist es natürlich viel billiger...)
Mancheml glaube ich, meine Geschwister und ich sind ziemliche Ausnahmen mit unserer Freude am Zubereiten und Einnehmen von gemeinsamen Mahlzeiten. Wir reden gerne und viel über Essen, "normales" Essen ohne Schäumchen und Trüffel, nicht an Toast sondern auf Tellern - abwechslungsreich und experimentierfreudig, aber mit "klassischer Hausmannskost" als Basis.
Dann wiederum: so viele Foodblogs (z. B. hier). So viele Mitglieder bei www.chefkoch.de...
Trotzdem wünschte ich, auch in Deutschland gäbe es einen Jamie Oliver. Oder Sarah Wiener hätte mehr Erfolg. und Aufmerksamkeit.
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Nigella_Lawson
http://www.amazon.de/How-Eat-Pleasures-Principles-Cookery/dp/0701169117/ref=sr_1_11?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1267526985&sr=1-11
http://de.wikipedia.org/wiki/Jamie_Oliver
http://www.jamieoliver.com/
http://www.amazon.de/Jamies-Kochschule-Jeder-kann-kochen/dp/3831013225/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1267531328&sr=8-5
http://www.rtl2.de/16402.html
http://www.theeuropean.de/2299-jamie-oliver/2503-jamie-oliver-auf-der-ted-2010
http://www.youtube.com/watch?v=jIwrV5e6fMY
http://www.tagesschau.de/inland/bundesrat178.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Sarah_Wiener#Engagement
http://www.amazon.de/Von-Kakaok%C3%BChen-R%C3%BClpsbakterien-Lebensmittel-Machbuch/dp/3897773260/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1267534848&sr=8-1
Montag, 25. Januar 2010
Schimmelvernichtung. Viel Schmutz, kein Wasser.
Dienstag, 19. Januar 2010
Das bisschen Haushalt...
...kann man ignoriern,
sag ich immer.
Die Bügelwäsche ist eh die des Liebsten. Der ist schon groß und darf das heiße Bügeleisen allein und ohne Aufsicht bedienen.
Und Maschinen sind eh Männersache. Inklusive Spülmaschinen, Waschmaschinen und Staubsauger (WroooOOOOOM)!
Und wo doch jetzt die Wand aufgestemmt werden soll, um endlich den Schimmel zu entfernen - da muss man ja heute nicht mehr mit dem Putzen anfangen, oder?
Mann, bin ich froh 30 Jahre später zu leben!
Und mit diesem Mann...
Link:
http://www.youtube.com/watch?v=NoZ050vCa8c
Um den Schimmel ging's hier: Let it snow, let it snow. No warm place to go.
Um den Haushalt ging's hier: Samstag. Waschtag.
Freitag, 1. Januar 2010
Das geht noch was. Das kann noch besser werden!
Heute morgen zum Beispiel wollte ich trotz Ferien (!) einmal früh(er als sonst) aufstehen und den möglicherweise verkaterten (Wodka! Sekt! Martini! alles durcheinander!!), ganz sicher aber immer noch leicht grippig-maladen Liebsten mit einem schicken Milchkaffee am Bett wecken. Ein liebevoll-romantischer, fürsorglicher Start ins Neue Jahr!
Leider weckte ihn dann mein Schmerzensruf, hatte ich mir doch beide Hände an der heißen Milch verbrannt... So eine überflüssige Verletzung!
Das perfekte Neujahrsfrühstück (Bagels, Lachs, Rührei, Krabben) musste nun der Meinige selbst anrichten. Ich hatte die Hand mit einer feuchten, tiefgekühlten Serviette umwickelt und beobachtete mäßig beeindruckt, wie 3 Polizeiautos und 3 Leiterwagen der Bremer Feuerwehr mit ca. 12 Mann Besatzung plus Einsatzleitung im eigenen Auto den Schwelbrand im Keller vom Café gegenüber löschten..
Es ging etwas schneller, nachdem der Polizeiwagen vom Hydranten runtergefahren war.
Das hatten sich die Nachbarn sicher auch nicht vorgenommen fürs Neue Jahr! Aber man muss sich ja noch steigern können.
Sicher finde ich hier etwas - in meiner Erinnerung ist dieses Buch voll davon!
Links:
http://skizzenblog.clausast.de/
http://skizzenblog.clausast.de/?p=2410
http://www.amazon.de/Austerlitz-Winfried-G-Sebald/dp/3596148642
Der Skizzenblog wurde hier schon mal erwähnt: Adventskalender. Erste Tür.
Dienstag, 22. Dezember 2009
Abgemeldet. Weihnachtsblogpause.
Der Maurer war da, betrachtete den Schimmel, kletterte einmal halb aus dem Fenster, schüttelte betrübt den Kopf, und bemängelte die Kälte im Schlafzimmer (zwei Außenwände). Die Kälte im Schlafzimmer hatte ich auch schon mal bemängelt, aber was soll ich tun? Die Heizung dort heizt eben nicht so wie im Rest der Wohnung (weniger Heißwasserschlingen im Estrich?), die sich nach kurzem Zwischen-Hoch jetzt zwischen 19 und 20°C einzupendeln scheint. Abwarten!
Der Maurer verließ die Wohnung und fand den Besitzer des Nebenan-Appartments im Nachbarhaus, das an unserere Außenwand grenzend mit einer großen Dachterrasse gesegnet ist. Von dort scheint der Übeltäter ausfindig gemacht worden zu sein: rissige Wand und Efeu.
(Vom Efeu können wir viel lernen:
er ist sehr grün und läuft spitz aus.
Er rankt rasch, und er ist vom Haus,
an dem er wächst, schwer zu entfernen.Was uns der Efeu lehrt? Ich will es so umschreiben:
Das Grünsein lehrt er uns. Das rasche Ranken.
Den spitzen Auslauf und, um den Gedanken
noch abzurunden: auch das Haftenbleiben.
Haftenbleiben kann der Efeu, indem er in die Mauer kriecht. Mit ihm kriechen Frost und Feuchtigkeit und was-weiß-ich-was-schädlich-für-die-Wand-ist. Hinzu kommt der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen, sowie drinnen (Schlafzimmer) und drinnen (restliche Wohnung), der offenbar dazu führt, dass sich an der vorgeschädigten Wand besonders viel Kondenswasser niederschlägt.
Bei diesem Wetter (kalt, Schnee) und dieser Jahreszeit - d. h. zwischen zwei Jahren - läßt sich unser Problem nicht so gut beheben. Immerhin dürfen wir im Januar in die gerade frei gewordene Nachbarwohnung ausweichen. Ab Februar sollte der Schimmel dann besser verschwunden sein.
Sicherheitshalber begebe ich mich ab morgen in die Weihnachtsferien. Bloggen ist unwahrscheinlich. Falls ich mich also dieses Jahr nicht mehr melde - gesegnete Feiertage und guten Rutsch - wir sehen uns 2010!
Link:
http://www.sagen.at/doku/zauberpflanzen/h.html
http://souvenirs.jotefa.de/robert_gernhardt
Sonntag, 20. Dezember 2009
Let it snow, let it snow. No warm place to go.
Dennoch: das frightfulle weather outside kann man natürlich stets durch delightfulles fire inside ausbalancieren. Leider haben wir keinen Kamin. Wir haben eine Fußbodenheizung. Wir haben eine Fußbodenheizung, die nicht richtig funktioniert. Momentan sind es knapp 14°C im Wohnzimmer.
Im Schlafzimmer hält man sich am besten voll bekleidet, ausgestattet mit mehreren frisch gefüllten Wärmflaschen und eingemummelt in alle vorhandenen Daunendecken auf. Oder gar nicht - die mangelhafte Heizung hilft nämlich nicht dabei, den Schimmel wieder aus der Wand zu bekommen. Wir haben ihn am Mittwoch entdeckt. Die Wand am Kopfende unseres Bettes ist bis zur Höhe der Gürtellinie damit durchwachsen.
Links
http://www.youtube.com/watch?v=m51ay8nXIeU
Irgendwie scheint mir das öfters zu passieren. Letztes Jahr flog mir fast der Boiler um die Ohren - wisst Ihr noch? lieber kalt als abgebrannt
Edit:
Irgendwann sprang die Heizung an. Heute sind es mollige 23,2°C. Fast schon ein bisschen zu warm. Wie es is', isses falsch... Aber es wäre schön, wenn wir bald herausfinden könnten, wie das Ding zu regulieren ist, oder ob es eigenen Gesetzen folgt.
Samstag, 3. Januar 2009
Promovieren ist ungesund.

Diplomieren allerdings auch. Aber fremder Leute Texte lassen sich viel leichter kürzen. Und ungehemmt an dem Meinigen herumkritteln darf ich sonst auch nicht. (Muss ich aber auch nicht. Natürlich nicht!) Jetzt ist aber Feierabend - Abgabe ist schließlich erst in zehn Tagen!
Mittwoch, 19. Dezember 2007
Ich wusste es ja: 2008 wird alles gut!
Gemini May 21 - June 21You will be filled with life in the coming year, thanks to roughly 4,000 spider eggs and a sudden temperature rise in your inner ear.
Montag, 10. Dezember 2007
Tatort Berlin.
Gestern abend zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einen Tatort gesehen. Wie sich herausstellt, war das sogar ein TV-Tipp. Warum bloß? Aus irgendeinem Grund schienen alle, vom Toningenieur bis zum Kameramann der Überzeugung zu sein, sie drehten einen hochbrisanten Polit-Thriller. Über Lobbyismus in der deutschen Gesundheitsreform! Was wohl der befreundete Gesundheitsökonom dazu sagt?Und die Kameraführung! Die Verhör-Choreographie! So etwas habe ich zuletzt in einem Derrick aus den frühen 80er Jahren gesehen, und da war es auch schon eher unfreiwillig komisch...
Als Selten-Seher kann ich zu den Herren Kommisaren selbst wenig sagen - doch fachkundige FreundInnen beklagen, der (offensichtlich neue) Regisseur habe die ansonsten wunderbare Beziehung zwischen Stark und Ritter stark vernachlässigt.
Hmm. Nächste Woche München. Da hab ich zum Glück keine Zeit. Aber ab Januar als Hörspiel, da bin ich mal gespannt!
Foto hier.
Montag, 3. Dezember 2007
Adventszeit. Weihnachtszeit. Teezeit.
Also tat ich, was zu diesem Zeitpunkt in meiner Macht stand, um damit umzugehen: ich weigerte mich, der Welt ins Auge zu sehen, und drehte mich stattdessen zum wiederholten Male zur Wand, zog mir die Decke über den Kopf, und ignorierte Die-Dinge-Die-Zu-Tun-Sind. (Versicherungen etc.)
Da klingelte es an der Tür.
In Berlin bedeutet das in der Regel, dass irgendjemand dir ein paar unnütze Werbezettel in den Postkasten stopfen will, und wird daher alsbald von jedem Neuzugezogenen ignoriert.
Es klingelte wieder.
Hrmpf.
Aber man kann ja mal sehen, was die Frühstücksfront so zu bieten hat. Kurz vor elf - Frühstück im Bett klang verlockend. (Ich war ja noch in Trauer...)
Es klingelte und klopfte an die Tür. Es war die Post, mit einem Päckchen, dass sich beim Öffnen als verdächtig weihnachtlich entpuppte. Lamettafäden waren ein Hinweis. Vor allem aber kleine eingewickelte Päckchen. Und drin war ein wunderbarer Tee-Advents-Kalender - 24 unterschiedliche Teebeutel für entspannte fünf Minuten Auszeit pro Tag!
Ich habe die besten Freunde der Welt!
Hier also Samstag, 1. Dezember: Early Morning Tea.
Dieser Artikel enthält eine Referenz zu: Warum Datensicherung so enorm wichtig ist.
Samstag, 17. November 2007
Mars außer Rand und Band.
Neues aus Polen:Montag, 23. April 2007
Schweinehunde. Schneewittchen
Und wenn das nicht hilft:

Ok. Vielleicht etwas drastisch, aber leider hat mein Kühlschrank keine Magnet-Tür. http://www.stickyjam.de/ )
Montag, 19. Februar 2007
Schreiben für die Seele
Wenn ich zum Beilspiel irgendetwas, leider ja meist frustrierendes, in der Presse lese, dann kann ich mir das hier und jetzt sofort von der Seele schreiben. "Get it out of your system" nennt man das im englischen Sprachraum, und in der Tat ist es damit dann meist für mich erledigt. Was ich aufschreibe, schreibe ich auch weg, ohne dass ich mich noch tagelang darüber aufrege und all meinen Freunden mit dem immer-gleichen Thema auf den Nerv falle.
Falls wir aber doch darüber sprechen sollten, so kommt ein zweiter Vorteil zum Tragen: habe ich etwas einmal schriftlich formuliert, so habe ich es in der Regel auch durchdacht und mir eine reflektierte Meinung darüber gebildet. Auch das hilft, angstbeladene oder frustrierende Themen zu entschärfen.
Entwarnung: Das soll keinesfalls heißen, dass dieser Blog allein als Kummerkasten dienen wird!
Aber er könnte, und das ist doch ein angenehmer Nebeneffekt.
Interessanterweise habe ich in der letzten "Emotion" zu diesem Thema einen Artikel gesehen: "Schreiben für die Seele". Poesietherapeutisches, freies Schreiben ist aber dann irgendwie doch nicht mein Ding...



